Schnittkraft nach Kienzle
Schnittkraft nach Kienzle
Berechnet die Hauptschnittkraft nach Kienzle aus Werkstoff, Spanungsdicke und Spanungsbreite für Drehen und Fräsen.
So verwenden Sie das Ergebnis
Die Hauptschnittkraft ist die Kraft in Schnittrichtung. Aus ihr folgen Antriebsleistung und Drehmoment. Die Vorschub- und Passivkraft hängen vom Werkstoff und der Schneidengeometrie ab und liegen meist deutlich unter der Hauptschnittkraft.
Die Spanungsdicke hat den größten Einfluss: Halbe Spanungsdicke erhöht kc um 2^mc, bei mc = 0,25 etwa um 19 %. Dünne Späne sind deshalb nicht leichter zu zerspanen, als ihr Querschnitt vermuten lässt.
Die Werte aus der Datenbank gelten für scharfe Schneiden. Mit dem Verschleißfaktor rechnen Sie die Kraft am Ende der Standzeit.
Formeln
kc = kc1.1 · h^(−mc) · Kγ · KverFc = b · h · kcDrehen: h = f · sin κ, b = ap / sin κFräsen: hm = fz · sin κ · 2 · (ae/D) / φs, cos φs = 1 − 2 · ae/DFräsen: Fc,mittel = Fc,Zahn · z · φs / 360°Kγ = 1 − (γ − γ0) / 100 mit γ0 = 6° (Stahl) oder 2° (Guss) Quellen: Kienzle, O.: Die Bestimmung von Kräften und Leistungen an spanenden Werkzeugmaschinen (1952); König, W.; Klocke, F.: Fertigungsverfahren 1, Drehen, Fräsen, Bohren (Kienzle-Ansatz und Korrekturfaktoren); Tabellenbuch Metall: kc1.1 und mc, Korrekturfaktoren Kγ und Kver